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Presbyopie oder das „Rätsel der Linse“
Mit zunehmendem Alter nimmt die Verformbarkeit der Linse ab
Durch den schleichenden Verlust an „Akkomodationsfähigkeit“ der Linse (Verformbarkeit) rückt der Nahpunkt immer mehr in die Ferne. Auffälliges Zeichen dafür sind die beim Lesen „immer kürzer werdenden Arme“.
Auf einem kürzlich stattfindenden Kongress zum Thema „Presbyopie“ konnten mehrere Mediziner und Marktforschungsinstitute ihre Erkenntnisse vortragen:
Für Dr. Barbara Pierscionek von der University of Melbourne gilt der Verlust der Akkomodationsfähigkeit als verlässlicher Indikator für das Altern. Das Altern des Auges folge jedoch anderen Mustern als das des Körpers. formulierte sie die These, dass die Art des Linsenwachstums Rückschlüsse auf die Lebenserwartung zulasse. Das Linsenwachstum sei eng mit dem Wachstum des Nucleus, dem ältesten Teil der Linse, verknüpft. Faktoren, wie etwa die Verhärtung der Linse und die Minderung der Kapsel-Elastizität, führten neben verschiedenen Umweltfaktoren zur Altersweitsichtigkeit. „Die Summe der Faktoren ist erforschbar“, sagte Piersionek zuversichtlich. Sie erhoffe sich davon Aufschlüsse, wie man altersbedingte Krankheitsbilder therapieren kann.
Denis Mazuet vom Institut für Optik in Orsay berichtete über die Probleme, moderne Contactlinsen und Brillengläser mit den gängigen Instrumenten zu messen. „Wegen der wachsenden Komplexität der Linsengeometrie und ihrem optischen Funktionsschema sind Fokimeter, Linsenmesser und andere herkömmliche Messgeräte nicht geeignet, die Leistung der Linsendesigns zu prüfen“, berichtete er. Die komplizierte Struktur innovativer Gläser entziehe sich dem gängigen „through-power-measurement“.
Aus der Perspektive des Marktforschers beleuchtete Jean-Paul Tréguer das Phänomen Presbyopie. Angesichts wachsenden Anteils älterer Menschen in den Industrienationen versprach er wachsende Marktchancen für Augenärzte und Optiker. Dafür müssten diese ihre Zielgruppe jedoch genau studieren.
©EyeCare New Media AG,
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