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Herz-Kreislauf-Mittel schützen auch vor Netzhauterkrankung
07.03.2005: Aspirin und Cholesterin-Senker helfen gegen den Verlust der Sehschärfe durch eine Erkrankung der Makula.
Patienten, die an einer Altersbezogenen Makuladegeneration (AMD) leiden und regelmäßig Aspirin oder Cholesterin-Senker (Statine) einnehmen, können möglicherweise damit einer schlimmeren Variante der AMD vorbeugen - der so genannten "feuchten Form".
Bei der feuchten Form der Erkrankung bilden sich unter der Netzhaut neue kleine Gefäße, die weniger stabil sind und bluten können. Dadurch schwillt der zentrale Teil der Netzhaut, die Makula, an und es kommt zum Makulaödem. Diese Variante der AMD kann sehr schnell voranschreiten und zu noch stärkeren Beeinträchtungen des Sehens führen als die trockene Form der Erkrankung.
Schon seit längerer Zeit vermuten Wissenschaftler, dass die Alterbezogene Makuladegeneration und Herz-Kreislauf-Erkrankungen ähnliche Ursachen haben. Weil die Einnahme von Aspirin und Statinen bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen nachgewiesenermaßen helfen, hat eine Forschergruppe nun untersucht, ob sie auch bei AMD von Nutzen sind.
Die Forscher stellten fest, dass bei denjenigen AMD-Patienten, bei denen es unter der Netzhaut zu einer Gefäßneubildung kam, die Einnahme sowohl von Statinen als auch von Aspirin weniger verbreitet war. Nach ihren Erkentnissen reduzierte Aspirin das Risiko für eine feuchte AMD um 37 Prozent, bei Statinen waren es sogar 49 Prozent.
© 2005 MedCon Health Contents AG
Erscheinungsdatum: 2005-12-31
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